APC-Resistenz (Ratio)

Resistenz gegen aktiviertes Protein C
Version: 2, gültig ab: 12.06.2020
Einheit
Ratio
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
1x pro Woche 7 bis 14 Uhr
Klinische Information

Die Resistenz gegenüber aktiviertem Protein C wird durch eine homozygote oder heterozygote Punktmutation im Faktor V-Gen hervorgerufen. Diese Mutation verzögert die Inaktivierung des Faktors Va durch APC und führt dadurch zu einer erhöhten Gerinnungsneigung.

ProtC, Prot S, Lupusantikoagulans, Heparin, Marcoumar, Rivaroxaban stören den Test nicht. Dabigatran beeinflusst den Test - es werden höhere Ratios gemessen.

Referenzbereich
pathologisch
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* <3 Ratio
Referenzbereich
heterozygote Faktor V (Leiden) - Mutation
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 1,4 - 2,2 Ratio
Referenzbereich
homozygote Faktor V (Leiden) - Mutation
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 0,9 - 1,1 Ratio
Methode
Koagulometrie (optisches Detektionsverfahren)
Präanalytik

Röhrchen muss mindestens bis zur Untergrenze der Pfeilmarkierung gefüllt sein, Blut darf nicht angeronnen sein.

Primäres Probenmaterial
  • Zitrat-Blut (hellblaue Kappe)
Probenstabilität
bei 15-25°C 4 Stunden
bei 2-8°C 24 Stunden
bei -20°C 2 Monate
Probenstabilität Zusatzinformation

Beim Abheben des Plasmas Kontamination durch Thrombozyten vermeiden, rasch einfrieren, nur einmal einfrieren. Das Auftauen sollte rasch (innerhalb 5 Minuten) in einem 37°C Wasserbad erfolgen.

Interferenzen durch Hämolyse
stört
Interferenzen durch Lipämie
stört
Andere Interferenzen

Bei Medikation mit Dabigatran kann die APC-Resistenz falsch hoch sein. Es wird empfohlen, nach Gabe von Aprotinin, Protamin oder direkten Thrombininhibitoren mit der Abnahme des Blutes für den APC Resistance Kit bis zu 24h zu warten.