SMA (ASMA) Titer IF

Bestimmung von Auto-Antikörpern gegen glatte Muskulatur mittels Immunfluoreszenz
Version: 2, gültig ab: 12.06.2020
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
Klinische Information

Antikörper gegen glatte Muskeln (ASMA) treten bei verschiedenen Lebererkrankungen auf (chronische Hepatitis, Cholangitis). Ihre Bestimmung ist besonders für die Diagnose einer autoimmunen (lupoiden) Hepatitis (AIH) von Bedeutung. ASMA können auch bei infektiöser Mononukleose und anderen Virusinfektionen, sowie bei Lupus erythematodes disseminatus, Brust- und Ovarialkarzinomen und malignen Melanomen vorkommen, sie spielen hier aber diagnostisch keine Rolle. Nach einer Virushepatitis fällt der Titer in der Regel sehr schnell wieder ab. Hohe Konzentrationen der Antikörper gegen glatte Muskeln weisen auf eine Autoimmunhepatitis hin, die Prävalenz beträgt 70 %. Die IgG- und IgM-Titer können mit der Aktivität der Erkrankung korrelieren. Die AIH tritt vorwiegend bei Frauen auf, die Hälfte der Erkrankungen entwickelt sich vor dem 30. Lebensjahr. In 40 % der Fälle beginnt die Krankheit mit einer akuten Hepatitis. Leberbiopsien zeigen Nekrosen der Parenchymzellen mit Lymphocyten- und Plasmazell-Infiltrationen. Mit Hilfe der Autoantikörper und verschiedener Virusparameter kann die chronische Hepatitis in ätiologisch unterschiedliche Subgruppen eingeteilt werden. Bei der AIH werden neben Antikörpern gegen glatte Muskeln häufig auch Autoantikörper gegen Zellkerne, Mitochondrien, dsDNS und Granulocyten-Cytoplasma (pANCA) festgestellt. Niedrige ASMA-Titer treten auch bei Patienten mit Primär biliärer Cholangitis (50 %), alkoholisch bedingter Leberzirrhose, Gallengangsverschluss und bei ca. 2 % gesund erscheinender Personen auf.

Methode
Indirekte Immunfluoreszenzmikroskopie
Primäres Probenmaterial
  • Serum mit Trenngel (rote Kappe mit gelbem Ring)
Probenstabilität
bei 2-8°C 14 Tage
Kreuzreaktionen

Keine Kreuzreaktivitäten gegen andere Auto-Antikörper bekannt.