SHBG

Version: 1, gültig ab: 26.03.2021
Einheit
nmol/l
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
Montag - Freitag 7 bis 14 Uhr
Klinische Information

Im Blut ist Testosteron zu etwa 45 % an das Sexualhormonbindendes Globulin (SHBG) und zu etwa 55 % an Albumin gebunden. Östrogene werden ebenfalls von diesen Transportproteinen gebunden, jedoch ist die Bindungsaffinität viel geringer. Nur das freieTestosteron kann seine Wirkung am Zielorgan entfalten, so daß über die SHBG-Konzentration das Verhältnis des freien Testosterons zum freien Östradiol beeinflußt wird. Der Test ist bei Diskrepanz zwischen klinischer Symptomatik und laborchemisch ermittelten Testosteron- und Östradiolkonzentrationen indiziert.

Referenzbereich allgemein
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
bis 46 Jahre 18 - 136 13 - 90 nmol/l
> 46 Jahre 17 - 125 13 - 90 nmol/l
Methode
Chemilumineszenz-Mikropartikel-Immunoassay (CMIA)
Präanalytik

Sicherstellen, dass keine Fibrin- Reste und Zellbestandteile mehr in der Probe vorhanden sind.

Primäres Probenmaterial
  • Heparin-Blut (grüne Kappe)
Probenstabilität
bei 15-25°C 8 Stunden
bei 2-8°C 5 Tage
bei -20°C 2 Monate
Probenstabilität Zusatzinformation

Proben nicht mehr als zweimal auftauen.

Interferenzen durch Hämolyse
Analyse von hämolytischen Proben vermeiden
Interferenzen durch Lipämie
Analyse von lipämischen Proben vermeiden.
Kreuzreaktionen

Es besteht die Möglichkeit einer Störung durch in der Patientenprobe enthaltene heterophile Antikörper. Patienten, die regelmäßig mit Tieren in Kontakt kommen oder sich immuntherapeutischen oder -diagnostischen Verfahren unter Einsatz von Immunglobulinen oder Immunglobulin-Fragmenten unterzogenhaben, können Antikörper bilden (wie bspw. HAMA), welche Immunoassays stören. Außerdem können Patientenproben andere heterophile Antikörper enthalten, wie z.B. Human-Anti-Ziegen- Antikörper. Derartige störende Antikörper können zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Bei Patienten, die an Zirrhose oder subklinischen Schilddrüsenzuständen leiden, sind die Ergebnisse mit Vorbehalt zu beurteilen, da ein derartiger Zustand potenziell zu fälschlicherweise erhöhten SHBG-Resultaten führen kann.