CMV-AK IgG

Cytomegalievirus-AK IgG
Version: 1, gültig ab: 24.05.2020
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
Montag - Freitag 7 bis 14 Uhr
Klinische Information

Cytomegalieviren gehören zur Familie der Herpesviren. CMV Infektionen verlaufen normalerweise mild und symptomatisch. Bei Schwangeren, Neugeborenen und immunsupprimierten Personen kann die Infektion jedoch ein erhebliches medizinisches Risiko darstellen. Ist der Ausschluss einer Primärinfektion erforderlich, sollten CMV-IgG reaktive Proben auf CMV-IgM und CMV-IgG Avidität getestet werden. Ein positives Ergebnis für CMV-IgM in Verbindung mit einem niedrigen Ergebnis für Avidität ist ein starker Indikator für eine CMV-Primärinfektion innerhalb der letzten 4 Monate.

Methode
Chemilumineszenz-Mikropartikel-Immunoassay (CMIA)
Präanalytik

Innerhalb von zwei Stunden nach der Probenentnahme zentrifugieren.

Primäres Probenmaterial
  • Heparin-Blut mit Trenngel (grüne Kappe)
Probenstabilität
bei 15-25°C 8 Stunden
bei 2-8°C 5 Tage
bei -20°C keine Angabe
Probenstabilität Zusatzinformation

Sicherstellen, dass Fibrin-Reste und Zellbestandteile vor der Analyse entfernt werden. Proben können bis zu fünf Mal eingefroren und wieder aufgetaut werden können. Gefrorene Proben sind bei Zimmertemperatur aufzutauen und nach dem Auftauen gründlich durchzumischen und vor der Analyse zu zentrifugieren.

Interferenzen durch Hämolyse
Interferenz ab 5 g/l Hämoglobin
Interferenzen durch Ikterus
Interferenz ab 300 mg/l Bilirubin (100 mg/l freies + 200 mg/l konjugiertes Bilirubin )
Interferenzen durch Lipämie
Interferenz ab 30 g/l Triolein (Triglyceride)
Andere Interferenzen

Interferenz ab 90 g/l Albumin

Kreuzreaktionen

Es besteht die Möglichkeit einer Störung durch in der Patientenprobe enthaltene heterophile Antikörper. Patienten, die regelmäßig mit Tieren in Kontakt kommen oder sich immuntherapeutischen oder -diagnostischen Verfahren unter Einsatz von Immunglobulinen oder Immunglobulin-Fragmenten unterzogen haben, können Antikörper bilden (wie bspw. HAMA), welche Immunoassays stören. Außerdem können Patientenproben andere heterophile Antikörper enthalten, wie z.B. Human-Anti-Ziegen- Antikörper. Derartige störende Antikörper können zu fehlerhaften Ergebnissen führen.