PSA

Prostataspezifisches Antigen
Version: 1, gültig ab: 24.05.2020
Einheit
ng/ml
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
Montag - Freitag 7 bis 14 Uhr
Klinische Information

Zur Unterstützung beim Nachweis eines Prostatakarzinoms in Verbindung mit der digital-rektalen Untersuchung (DRU) bei Männern ab 50 Jahren. Für die Diagnose eines Prostatakarzinoms ist eine Prostatabiopsie erforderlich. Dient als ergänzender Test zur Unterstützung bei der Behandlung eines Prostatakarzinoms.

Referenzbereich
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* < 3,1 ng/ml
Methode
Chemilumineszenz-Mikropartikel-Immunoassay (CMIA)
Primäres Probenmaterial
  • Serum mit Trenngel (rote Kappe mit gelbem Ring)
Probenstabilität
bei 15-25°C 8 Stunden
bei 2-8°C 48 Stunden
bei -20°C 5 Monate
Probenstabilität Zusatzinformation

Wiederholtes Einfrieren und Auftauen hat keinen Einfluss. Trübe Serumproben oder Proben sind vor der Analyse zu zentrifugieren. Sicherstellen, dass Fibrin-Reste und Zellbestandteile vor der Analyse entfernt werden.

Interferenzen durch Hämolyse
Hämolytische Proben vermeiden
Andere Interferenzen

Trübe Proben vermeiden. Proben für die Bestimmung von PSA sollten vor einer Manipulation der Prostata, wie rektaler Tastuntersuchung, Prostatamassage, TRUS (transrektaler Ultraschalluntersuchung) und Prostatabiopsie entnommen werden. Rektale Tastuntersuchungen (DRE) können eine vorübergehende Erhöhung der Werte für Serum-PSA bewirken. Bei grenzwertiger Erhöhung wird eine Wiederholung der PSA-Bestimmung empfohlen. Auch transrektale Nadelbiopsien führen erwiesenermaßen zu anhaltend hohen PSA-Werten. Zwischen einer Nadelbiopsie und der Entnahme von PSA-Proben eine sechswöchige Wartezeit empfohlen.

Kreuzreaktionen

Es besteht die Möglichkeit einer Störung durch in der Patientenprobe enthaltene heterophile Antikörper. Patienten, die regelmäßig mit Tieren in Kontakt kommen oder sich immuntherapeutischen oder -diagnostischen Verfahren unter Einsatz von Immunglobulinen oder Immunglobulin-Fragmenten unterzogen haben, können Antikörper bilden (wie bspw. HAMA), welche Immunoassays stören. Außerdem können Patientenproben andere heterophile Antikörper enthalten, wie z.B. Human-Anti-Ziegen- Antikörper. Derartige störende Antikörper können zu fehlerhaften Ergebnissen führen.