Thyreoglobulin

Version: 1, gültig ab: 24.05.2020
Einheit
ng/ml
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
Montag - Freitag 7 bis 14 Uhr
Klinische Information

Dient als unterstützende Maßnahme in Verbindung mit der klinischen Abklärung bei der postoperativen Nachsorge / Überwachung von Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom (papillär, follikular oder onkozytisch), beim postoperativen Monitoring nach Thyreoidektomie für den frühen Nachweis oder Ausschluss von Metastasen und erneutem Tumorwachstum oder in der Differenzialdiagnose der kongenitalen Hypothyreose sowie bei Verdacht auf Thyreotoxikosis factitia angezeigt.

Referenzbereich
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 1,59 - 50,03 ng/ml
Methode
Chemilumineszenz-Mikropartikel-Immunoassay (CMIA)
Präanalytik

Serumproben vor dem Zentrifugieren vollständig gerinnen lassen. Röhrchen stets verschlossen halten. Trennen Sie Serum oder Plasma so bald wie möglich physikalisch vom Kontakt mit Zellen.

Primäres Probenmaterial
  • Heparin-Blut mit Trenngel (grüne Kappe)
Probenstabilität
bei 15-25°C 8 Stunden
bei 2-8°C 2 Tage
bei -20°C keine Angabe
Probenstabilität Zusatzinformation

Proben nur einmal auftauen. Sicherstellen, dass Fibrin-Reste und Zellbestandteile vor der Analyse entfernt werden.

Interferenzen durch Hämolyse
Interferenz ab 1 g/dl (10 g/l) Hämoglobin
Interferenzen durch Ikterus
Interferenz ab 10 mg/dl Bilirubin
Interferenzen durch Lipämie
Interferenz ab 1800 mg/dl Triolein (Triglyceride)
Andere Interferenzen

Biotin ab 100 ng/ml ergibt falsch niedrige Werte.

Kreuzreaktionen

Es besteht die Möglichkeit einer Störung durch in der Patientenprobe enthaltene heterophile Antikörper. Patienten, die regelmäßig mit Tieren in Kontakt kommen oder sich immuntherapeutischen oder -diagnostischen Verfahren unter Einsatz von Immunglobulinen oder Immunglobulin-Fragmenten unterzogen haben, können Antikörper bilden (wie bspw. HAMA), welche Immunoassays stören. Außerdem können Patientenproben andere heterophile Antikörper enthalten, wie z.B. Human-Anti-Ziegen- Antikörper. Derartige störende Antikörper können zu fehlerhaften Ergebnissen führen.