Ammoniak

Version: 1, gültig ab: 24.05.2020
Einheit
µmol/l
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
täglich 0 bis 24 Uhr
Klinische Information

Dient zur Risikoeinschätzung einer hepatischen Enzephalopathie bei Risikopatienten. Ammoniak wird in der Leber zu Harnstoff abgebaut und über die Niere ausgeschieden. Erhöhte Werte kommen bei schweren Leberparenchymschäden, Infektionen, Hypokaliämie, Alkoholismus vor und können toxisch auf das Zentralnervensystem (Lähmung) wirken.

Referenzbereich
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 16 - 53 µmol/l
Methode
Photometrie
Präanalytik

Die Probe muss sofort nach der Abnahme gekühlt und im Labor schnellstmöglich kalt zentrifugiert werden.

Primäres Probenmaterial
  • 3 ml EDTA-Blut (lila Kappe)
Probenstabilität
bei 2-8°C 3 Stunden
bei -20°C 24 Stunden
Probenstabilität Zusatzinformation

Haltbarkeit nach gekühlter Zentrifugation.

Interferenzen durch Hämolyse
Interferenz ab 100 mg/dl Hämoglobin. Erythrozyten enthalten ungefähr 3 Mal so viel Ammoniak wie Plasma.
Interferenzen durch Ikterus
keine Interferenz
Interferenzen durch Lipämie
Interferenz ab 300 mg/dl Intralipid
Andere Interferenzen

Bis zu einem Gehalt von 4000 U/l keine Störung durch ALT. Bis zu einem Gehalt von 0,75 mmol/l (0,01 mg/dl) keine Störung durch Pyruvat.