PTZ (Prothrombinzeit)

Version: 1, gültig ab: 24.05.2020
Einheit
%
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter Nein
Abarbeitung
täglich 0 bis 24 Uhr
Klinische Information

Die PTZ ist ein Gerinnungstest für den extrinsischen Teil der Blutgerinnung (Faktor VII, X, V, II, Fibrinogen). Daneben dient die Thromboplastinzeit dient zur Überwachung bei Cumarinmedikation (besser geeignet ist allerdings der Thrombotest bzw. die INR). Vermindert bei: Lebererkrankungen, Vitamin K-Mangel, Neugeborene, Lupusantikoagulans, Verbrauchskoagulopathie. Erhöht z.B. bei: Störfaktoren im Rahmen der Blutabnahme, Therapie mit rVIIa (NovoSeven).

Referenzbereich allgemein
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 70 - 130 %
Methode
Koagulometrie (optisches Detektionsverfahren)
Präanalytik

Röhrchen muss mindestens bis zur Untergrenze der Pfeilmarkierung gefüllt sein, Blut darf nicht angeronnen sein.

Primäres Probenmaterial
  • Zitrat-Blut (hellblaue Kappe)
Probenstabilität
bei 15-25°C 24 Stunden
Probenstabilität Zusatzinformation

nicht kühlen nicht einfrieren

Andere Interferenzen

Mit Heparin aufgestockte Normalproben werden ab ca. 0,6 U/ml nicht mehr im Referenzbereich gefunden. Inhibitoren wie Lupus Antikoagulans können die Thromboplastinzeit beeinflussen. Therapeutische Dosen von Hirudin oder anderen direkten Thrombin-Inhibitoren führen zu verlängerten Gerinnungszeiten. Antibiotika aus der Klasse der Lipoglycopeptide (wie z. B. Oritavancin oder Telavancin) können stören.